Der Weiterbildungsstudiengang Frühkindliche Bildung an der
Universität Bremen ist mit dem Arbeitgeberpreis 2004 ausgezeichnet
worden. Der Studiengang ist im August in Bremen gestartet worden.
Der Studiengang ist eine direkt Antwort auf die Ergebnisse z.B. der
PISA-Studie. Hier wurde u.a. bemängelt, dass gerade lernschwache Kinder
nur unzureichend gefördert werden. Damit dies erfolgreich geschehen
kann, ist eine Weiterqualifizierungen z.B. von Erziehern der erste
Schritt in die richtige Richtung.
Nachfolgend ein Auszug aus der Pressemitteilung zur Preisverleihung:
"Die
Fachbereiche Human- und Gesundheitswissenschaften und Erziehungs- und
Bildungswissenschaften sowie das Zentrum für Weiterbildung der
Universität haben das WSFB gemeinsam mit dem Landesverband als
berufsbegleitendes, praxisorientiertes Studium konzipiert. Es wendet
sich an praxiserfahrene Erzieherinnen und Erzieher sowie
Grundschulpädagoginnen und -pädagogen und knüpft an deren Erfahrungen
und Fragen aus dem beruflichen Alltag an. Das WSFB umfasst 420
Unterrichtsstunden, dauert zwei Jahre und schließt mit einem
Universitäts-Zertifikat ab.
Wie
ist das Studium aufgebaut? In einer gemeinsamen Einführungsphase werden
grundlegende Themen auf der Basis des aktuellen Forschungsstandes
behandelt: Dazu gehören "Frühkindliche Lernprozesse", "Grundzüge
integrativer Pädagogik" oder auch "Gestaltung von Lernsituationen".
Danach wählen die Teilnehmerinnen und -teilnehmer aus zwei
Schwerpunktbereichen jeweils ein Modul: Im fachlich orientierten
Schwerpunktbereich werden die Module "Kommunikation und Sprache",
"Musik, Bewegung und künstlerischer Ausdruck", "Natur, Technik und
Mathematik" sowie "Religionspädagogik" angeboten. Im Modul
"Kommunikation und Sprache" geht es beispielsweise um die Frage, wie
durch präventive Förderung, Begleitung und Unterstützung des
Spracherwerbs und der sprachlichen Entwicklung von Kindern
Entwicklungsrisiken vermieden und Schulversagen frühzeitig
entgegengewirkt werden kann. Konsequenzen aus der IGLU-Studie sind im
WSFB bereits vorweggenommen. Im zweiten Schwerpunktbereich geht es mit
den Modulen "Soziale, individuelle und strukturelle Übergangsprozesse",
"Familien in verschiedenen Kulturen" und "Kurzzeitpädagogik" um
pädagogische Querschnittsfragen. Beispielsweise wird erarbeitet, wie
Übergangsprozesse zwischen Elternhaus, Krippe, Kindergarten und
Grundschule mit pädagogischer Kompetenz unterstützt werden können."
Quelle: Pressemeldung IDW
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