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Fremde Kinder: Zwischen Köln und Tel Aviv

(c) ZDF/Klaus Grittner

Fremde Kinder: Zwischen Köln und Tel Aviv

31.05.2004, ()

3sat zeigt am Donnerstag, 03.06.2004 um 21:00 Uhr einen Dokumentarfilm von Katja Duregger. Dokumentiert wird ein Ausschnitt aus dem Leben der 12-jährigen Sharon Aronof. Sie lebt in Köln - Katja Duregger hat sie mehrere Wochen während der Vorbereitung auf die Bar Mizwa begleitet.


"Sharon Aronof ist zwölf Jahre alt und lebt zusammen mit ihrer Mutter Ruthi Aronof-Günther in Köln. Beide sind aktive Mitglieder der jüdischen Gemeinde. Sharon praktiziert ihren Glauben offen und selbstverständlich. Ihre Familie mütterlicherseits besteht aus traditionsreichen deutschen Juden, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Israel nach Deutschland zurückgekehrt sind, um sich hier am Wiederaufbau der jüdischen Gemeinden zu beteiligen. Sharon sieht sich selbst als "echt kölsches" und gleichzeitig als "echt jüdisches" Mädchen. Ihre Muttersprachen sind Deutsch und Hebräisch, ihre Heimat ist Deutschland, ihr Zuhause das Judentum und das Land ihres Glaubens ist Israel. Mehrmals im Jahr fährt sie dorthin, nicht nur weil sie Jüdin ist, sondern vor allem, weil dort - in der Nähe von Tel Aviv - ihr Vater lebt. Während Sharon sich früher sicher war, dass sie später ebenfalls in Israel leben möchte, glaubt sie heute, ihren Platz in ihrer Lieblingsstadt Köln gefunden zu haben.

Die Autorin Katja Duregger hat Sharon mehrere Wochen während der Vorbereitungen auf die Bat Mizwa, die Zeremonie zur Feier ihrer religiösen Volljährigkeit, und auf einer Reise zu ihrem Vater nach Israel begleitet. Dabei entstand das einfühlsame Porträt eines Mädchens, das zur so genannten "vierten Generation" gehört - vielleicht der ersten, die jüdisches Leben in Deutschland wieder ganz selbstverständlich werden lassen könnte. Katja Duregger, 1970 in Stuttgart geboren, lebt in Köln und arbeitet seit Beendigung ihres Studiums der Politikwissenschaften, Neuen deutschen Literatur und Medienwissenschaft als freie Autorin von TV-Magazinbeiträgen. "Zwischen Köln und Tel Aviv" ist ihr erster Dokumentarfilm.

"Zwischen Köln und Tel Aviv" ist ein Beitrag der 3sat-Dokumentarfilmreihe "Fremde Kinder", die sich Jungen und Mädchen bis zu 14 Jahren aus allen Ländern der Welt in ihren oftmals schwierigen Lebenssituationen widmet, für sie Partei ergreift und ihnen eine Stimme verleiht."

quelle: 3sat

 

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