3sat zeigt am Donnerstag, 03.06.2004 um 21:00 Uhr einen Dokumentarfilm
von Katja Duregger. Dokumentiert wird ein Ausschnitt aus dem Leben der
12-jährigen Sharon Aronof. Sie lebt in Köln - Katja Duregger hat sie
mehrere Wochen während der Vorbereitung auf die Bar Mizwa begleitet.
"Sharon Aronof ist zwölf Jahre alt und lebt zusammen mit ihrer Mutter
Ruthi Aronof-Günther in Köln. Beide sind aktive Mitglieder der
jüdischen Gemeinde. Sharon praktiziert ihren Glauben offen und
selbstverständlich. Ihre Familie mütterlicherseits besteht aus
traditionsreichen deutschen Juden, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus
Israel nach Deutschland zurückgekehrt sind, um sich hier am
Wiederaufbau der jüdischen Gemeinden zu beteiligen. Sharon sieht sich
selbst als "echt kölsches" und gleichzeitig als "echt jüdisches"
Mädchen. Ihre Muttersprachen sind Deutsch und Hebräisch, ihre Heimat
ist Deutschland, ihr Zuhause das Judentum und das Land ihres Glaubens
ist Israel. Mehrmals im Jahr fährt sie dorthin, nicht nur weil sie
Jüdin ist, sondern vor allem, weil dort - in der Nähe von Tel Aviv -
ihr Vater lebt. Während Sharon sich früher sicher war, dass sie später
ebenfalls in Israel leben möchte, glaubt sie heute, ihren Platz in
ihrer Lieblingsstadt Köln gefunden zu haben.
Die Autorin Katja Duregger hat Sharon mehrere Wochen während der Vorbereitungen auf die Bat Mizwa, die Zeremonie zur Feier ihrer religiösen Volljährigkeit, und auf einer Reise zu ihrem Vater nach Israel begleitet. Dabei entstand das einfühlsame Porträt eines Mädchens, das zur so genannten "vierten Generation" gehört - vielleicht der ersten, die jüdisches Leben in Deutschland wieder ganz selbstverständlich werden lassen könnte. Katja Duregger, 1970 in Stuttgart geboren, lebt in Köln und arbeitet seit Beendigung ihres Studiums der Politikwissenschaften, Neuen deutschen Literatur und Medienwissenschaft als freie Autorin von TV-Magazinbeiträgen. "Zwischen Köln und Tel Aviv" ist ihr erster Dokumentarfilm.
"Zwischen Köln und Tel Aviv" ist ein Beitrag
der 3sat-Dokumentarfilmreihe "Fremde Kinder", die sich Jungen und
Mädchen bis zu 14 Jahren aus allen Ländern der Welt in ihren oftmals
schwierigen Lebenssituationen widmet, für sie Partei ergreift und ihnen
eine Stimme verleiht."
quelle: 3sat
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