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Ferienzeit und Abwesenheitsmeldungen

Ferienzeit und Abwesenheitsmeldungen

14.07.2007, (MR)

Jetzt beginnen überall im Land nach und nach die Ferien und damit erhält eine nicht unumstrittene Funktion immer wieder Einzug in den Mailverkehr: Die Abwesenheitsmeldung. Gemeint sind die automatisiert verschickten Antwortnachrichten "Ich bin vom xx.-yy. im Urlaub, bitte wenden Sie sich in dringenden Fällen an meinen Kollegen Hans, Durchwahl -123".

So nett solche Abwesenheitsnachrichten auch gemeint sind - manchmal mögen diese auch sinnvoll sein, häufig werden sie jedoch ohne große weiteren Überlegungen eingesetzt und führen an verschiedenen Stellen zu unerwünschten Nebenwirkungen.

Ein Problem sind z.B. abonnierte Mailinglisten - manche dieser Programme und Mailserver, die automatische Antworten (Ferien, Vacation oder Abwesenheitsnachricht genannt) anbieten, kümmern sich recht stiefmütterlich um Mailinglisten. Sie gewinnen jedoch im Urlaub keine neuen Freunde, wenn jede Nachricht über die Mailingliste von Ihnen mit "Ich bin im Urlaub" beantwortet wird.

Gleichzeitig sollten Sie sich auch bewusst sein, dass Sie Informationen über sich preis geben, die Sie sicher im "realen Leben" so nicht veröffentlichen werden: In erster Linie die Tatsache, in welchem Zeitraum Sie überhaupt im Urlaub sind (und Ihre Wohnung mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit allein sein wird) - mit dieser Information versorgen Sie nicht nur Freunde sondern auch all die netten Menschen, die Ihnen sonst Viagra etc. verkaufen möchten.

Für größere Unternehmen wird zudem dadurch häufig die eigene Sicherheitspolitik unterlaufen, das RUS-Cert der Uni Stuttgart formuliert die Probleme so:

" Typische Urlaubsbenachrichtigungen enthalten folgende Information:

  • die Tatsache, daß der betreffende Mitarbeiter in Urlaub ist,
  • seine Telefonnummern (häufig die vollständige Durchwahl),
  • sein Arbeitstitel,
  • der Termin seiner Rückkehr,
  • den Namen der vertretenden Mitarbeiter,
  • deren Telefonnummern.
Die Tatsache, daß häufig nur Durchwahlen von vertretenden Kollegen ohne die vollständige Rufnummer gennant werden, läßt darauf schließen, daß vielen Leuten, die diese Benachrichtigungen aktivieren, nicht klar ist, daß diese auch für Nachrichten verschickt werden, die aus dem Internet kommen und somit auch an Adressen gehen, die nicht Mitarbeitern derselben Firma gehören.

In manchen Bereichen (z.B. technischer Support) sind direkte Durchwahlnummern (und auch E-Mail-Adressen) schützenswert, da sonst Kunden das Dispatching umgehen." (Quelle: Uni Stuttgart)

Wenn Sie also noch nicht im Urlaub sind, überlegen Sie ob eine automatische Abwesenheitsnachricht wirklich sinnvoll ist.

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