Nachdem schon am Wochenende viel lanciert und spekuliert wurde, ist er seit heute veröffentlicht, der Familienreport 2009. Das Ministerium feiert die eigenen Erfolge zur Bedeutung der Familienpolitik, Elterngeld zu dem es auch jede Menge kritische Stimmen gibt. Wir möchten es an dieser Stelle vermeiden in der endlosen Zahl der Leitartikel in den Medien mitzurufen - irgendwie ist es auch immer wieder schade, dass "unsere Medien" offensichtlich solche Statistik-Etappenberichte brauchen.
Inhaltlich gibt es kaum etwas wirklich neues, trotzdem berichten heute alle über das Thema - und werden es in 3 Wochen genauso wieder fallengelassen haben - bis zum nächsten Familenreport, den nächsten PISA-Ergebnissen, IGLU oder wie sie alle heißen.
Google-News notiert heute zum Suchbegriff "Familienreport 2009" 163 Treffer - ohne die Jahresangabe sind es sogar über 800 - das Thema ist offensichtlich in den Medien angekommen. Schaut man dann auf die Statements und klickt sich durch die Zahl der Artikel wird wieder einmal eines deutlich: Im deutschen Online-Journalismus spielen Links auf Quellen keine Rolle. Nach 10 Minuten Klickerei hatten wir nicht einen einzigen Artikel gefunden, der einmal auf den frei zugänglichen Familienreport verlinkt.
Selbst tagesschau.de ist sich wohl zu fein für solche Links - da werden zwar munter alle Dinge aus dem eigenen Quellenmaterial hervorgeholt, jede Menge Audio, Video - im eigenen Archiv wird bis 2006 zurückverlinkt - aber ein Link nach außen: nichts, null. Wir scheinen als Leser als ziemlich beschränkt eingestuft zu werden, dass der Link zum Ursprung der Nachrichten einfach weggelassen wird.
Daher nun kein Leitartikel zur deutschen Familienpolitik und auch kein weiteres Jammern über den "Online-Journalismus" sondern schlicht der Link zum Report zum Selberweiterlesen:
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