Das Wort "Wiki" kommt aus Hawaii und heißt schnell. Diesen Anspruch hat die Internet-Enzyklopädie Wikipedia eingelöst: In nur vier Jahren hat das kostenlose Online- Nachschlagewerk den Globus erobert. Weltweit bringt es Wikipedia in mehr als 60 Sprachen auf über zwei Millionen Einträge, allein in Deutschland haben über 10 000 Freiwillige bisher rund 270 000 Artikel erstellt.
Neben Software-Fragen wird es bei diesem Kongress auch um die Frage der Zuverlässigkeit der Artikel gehen, die von sehr unterschiedlicher Qualität sein können. "Wikipedia sieht sich global in erster Linie der Neutralität verpflichtet", sagt der Vater der Enzyklopädie, Jimmy Wales, der ebenfalls nach Frankfurt gekommen ist.
Die Internet-Philosophie des 38-jährigen Amerikaners aus Florida ist einfach: Informationen sollen für alle frei zugänglich sein, und alle Internetnutzer können bei der Enzyklopädie mitmachen. Jeder Artikel oder Eintrag kann von anderen verbessert oder erweitert werden. Im Internet kann zugleich immer festgestellt werden, wie und von wem ein Artikel verändert wurde. Wales hat sich bei der Gründung von Wikipedia von der freien Softwarebewegung inspirieren lassen. Die Wiki-Software wurde bereits Mitte der 90er Jahren entwickelt. Zur weltweiten Verbreitung seiner Idee rief Wales 2003 die Wikimedia- Stiftung ins Leben.
Deutschsprachige Ausgabe
Lesen Sie zum Kongress auch den Aetikel in der FAZ Netzwelt: Wiki-Bürger erobern Frankfurt
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