Der Publizist und Journalist Erich Kuby ist im Alter von 95 Jahren in Venedig gestorben. Er hat über viele Jahrzehnte das Aussehen der journalistischen Landschaft in Deutschland nachhaltig geprägt. Viele bezeichneten ihn als das linke Gewissen der Nation. Er hinterfragt immer die Dinge, wandte sich beispielsweise vehement gegen die Wiederbewaffnung.
Kuby wurde 1910 in Baden-Baden geboren. Er studierte Volkswirtschaft und wurde nach Kriegsende von den Amerikanern damit beauftragt Zeitungslizenzen auszustellen (so z.B. an Rudolf Augstein und Axel Springer).
Erich Kuby war dann viele Jahre journalistisch tätig. Als Redakteur für die Süddeutsche Zeitung, aber auch für den Spiegel und den Stern. Auch später begleitete er die weitere Entwicklung der Bundesrepublik – wenn auch aus dem fernen Venedig. So schreibt Wikipedia über ihn:
„Kuby galt als einer der wichtigsten Chronisten der Bundesrepublik Deutschland, so daß er zeitweilig auch zum moralischen Gewissen der Nation avancierte. Zuletzt lebte Kuby zurückgezogen in Venedig, beteiligte sich aber immer aktiv an der jeweils aktuellen politischen Debatte. Der "Hommes de lettres" schrieb regelmäßig für die Wochenzeitung Freitag die Kolumne „Der Zeitungsleser“.“ (Quelle: Wikipedia)
Weitere Artikel und Nachrufe zum Tod von Ernst Kuby:
Informationen zum Artikel