Die FU Berlin hat heute in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass sie elektronische Prüfungen im Fach Statistik durchgeführt haben. Bisher ist es eher unüblich an Universitäten elektronische Prüfungen abzulegen.
Die FU nennt ihre Prüfungen dann auch ganz PR-konform "Prüfung 2.0". Elektronische Prüfungen werden für Universitäten immer interessanter, da sich mit der Umstellung auf Bachelor/Master meist die Zahl der Prüfungen immens vervielfacht - Entlastung für Prüfer ist hier immer willkommen.
"Neu ist nun, dass in den speziell umgerüsteten Räumen bis zu 240 Studierende gleichzeitig die Prüfung am eigenen Laptop ablegen und ihre Ergebnisse gleich online auf der Lernplattform abgeben können. Studierende, die keinen Laptop besitzen, absolvieren die Prüfungen unter gleichen Bedingungen an fest installierten Computern in den PC-Pools. „E-Examinations“ haben erhebliche Vorteile: Korrekturen werden teils automatisierbar, die Lesbarkeit von textbasierten Klausuren wird erhöht. „Durch den geringeren Korrekturaufwand liegen die Ergebnisse viel schneller vor“, erklärt Professor Rendtel. Im Fall der Statistik-Grundausbildung bedeutet die elektronische Prüfung für die Studierenden auch, dass sie in der Übung und in der Klausur mit der gleichen Software arbeiten. Ein didaktischer Bruch wird somit aufgehoben." (Quelle: FU Berlin)
An der FU Berlin sind die elektronischen Prüfungen eng mit dem dort angesiedelten E-Learning-Projekt verbunden. Die Erfahrungen an der FU Berlin werden sicherlich mit großem Interesse an anderen Universitäten verfolgt. Gleichzeitig muss man allerdings auch immer berücksichtigen, dass sich nur eingeschränkt Inhalte für elektronische Prüfungen und automatisierte Korrektur anbieten.
Gerade in den Geisteswissenschaften wird wohl auch auf absehbare Zeit der direkte Kontakt Prüfer-Student erforderlich sein.
Weitere Informationen: FU Berlin: Prüfung 2.0
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