Die Diagnose ADS/ADHS ist heutzutage schnell zur Hand und häufig werden dabei Medikamente mit dem Wirkstoff Methylphenidat (z.B. Ritalin) verschrieben. Die Diagnosen sind bei vielen Experten heftig umstritten, der Gemeinsame Bundesausschuss (GA) hat nun deutliche Einschränkungen empfohlen, wie der Lehrerfreund in einem ausführlichen Artikel schreibt.
So ist die Diagnose im Zweifel auch schnell durch den Hausarzt gestellt, der dann direkt die Medikamente längerfristig verordnet:
"Der G-BA hat seine Richtlinie in diesem Punkt zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, denen Methylphenidat gegen ADS oder ADHS verordnet wird, aufgrund des Risikopotentials dieser Arzneimitteltherapie strenger gefasst. Die Diagnose muss künftig noch umfassender als bisher gestellt werden, und die Verordnung dieser Medikamente darf nur noch von Spezialisten für Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen erfolgen. Zudem muss die Therapie regelmäßig unterbrochen werden, um ihre Auswirkungen auf das Befinden des Kindes beurteilen zu können”, sagte Dr. Rainer Hess, unparteiischer Vorsitzender des G-BA. Der Beschluss wird dem Bundesministerium für Gesundheit zur Prüfung vorgelegt und tritt nach erfolgter Nichtbeanstandung und der Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft." (Quelle: G-BA)
Weitere Informationen
Informationen zum Artikel