Die 2003 festgelegten Bildungsstandards sollen über die Besonderheiten der Bundesländer hinweg Mindest-Kenntnisse definieren, die Schüler deutschlandweit auf bestimmten Schulstufen erreichen müssen.
Das Institut für Qualitätsentwicklung in Berlin wurde von der KMK mit der Entwicklung entsprechender Testverfahren beauftragt. 2009 sollen erste Tests in der Mittelstufe in Deutsch und Mathematik durchgeführt und anschließend alle fünf Jahre wiederholt werden. Für die Grundschulen ist 2011 ein erster Vergleich vorgesehen.
Anfang Juni wollen die Kultusminister die Schulvergleiche endgültig beschließen. Das Vorhaben stößt bei Verbänden und Gewerksschaften auf ein geteiltes Echo.
"Die Länder haben sich bis jetzt über die Qualität ihrer Schulen in die Taschen gelogen. Mehr Transparenz ist der richtige Schritt" lobte am Donnerstag bereits der Deutsche Philologenverband, während die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die KMK aufforderte, sich verbindlich gegen ein öffentliches Schulranking aussprechen.
Internationale Erfahrungen hätten gezeigt, dass Rankings zur „Verarmung der Lernkultur“ führen. „Die Schüler werden nur noch auf die Tests gedrillt, selbst vor Betrug wird nicht zurückgeschreckt. Wenn sich alles nur noch um das bestmögliche Abschneiden der Schule dreht, gerät die individuelle Förderung der Schüler in den Hintergrund“, erklärte Marianne Demmer, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Entwurf "Gesamtstrategie der Kultusministerkonferenz zum Bildungsmonitoring" (PDF)
"Philologenverband unterstützt länderübergreifende Vergleichsarbeiten"
Stellungnahme des Philologenverbandes
"Statt zu fördern, versuchen viele Schulen, sich ihrer schwierigen und leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler zu entledigen, um einen guten Rangplatz zu erreichen."
Stellungnahme der GEW
Financial Times Deutschland: Länder führen Einheitstests ein
Nationale Bildungsstandards und ihre Bedeutung für die Schul- und für die und Unterrichtsentwicklung.
Präsentation von Professor Dr. Olaf Köller, Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) Humboldt-Universität zu Berlin (PDF)
Die Kultusministerkonferenz unter www.kmk.org
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