Eine Woche lang hatte sich die Nachrichtenagentur AP der Enthaltsamkeit verschrieben. Eine Woche lang berichtete sie nicht über das "It-Girl" Paris Hilton. Ein Medienexperiment. Würde es jemanden auffallen? Würde sie fehlen?
"editors just wanted to see what would happen if we didn't cover this media phenomenon, this creature of the Internet gossip age, for a full week. [...] Would anyone care? Would anyone notice? And would that tell us something interesting?" Ja...nur was? Etwas, was wir nicht schon längst wissen?
Lloyd Grove, Kolumnist der New York Daily News hielt seine Paris-Hilton-Abstinenz fast zwei Jahre durch - aber v.a. auch, um dadurch selber publik zu werden. Immerhin liefert Grove noch eine treffende Analyse des Medien-Phänomens Hilon:
Sie vereine alles, was die Mainstream-Gesellschaft gerne feiert: Reichtum, einen großen Namen, Schönheit mit einem "downmarket" appeal und einer Tendenz zur Übersexualisierung. Sie sei im schlechtesten Sinne das beste Beispiel für die MAxime, dass in unserer Popkultur keine schlechte Tat unbelohnt bleibe.
Auf jeden Fall eine schöne Marketing-Maßnahme, da alle Medien (wie jetzt auch reticon) über die Aktion und also die Presseagentur berichten.
In diesem Sinne erklärt reticon hiermit eine Woche lang nicht über Dieter Bohlen zu berichten!
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