Ray hat es geschafft: Auf lange Sicht wird sein Auftritt bei DSDS (Deutschland sucht den Superstar aka BSBS - Bohlens Selbstdarstellung: Bull Shit) im Gedächtnis der Medien bleiben. Z.B. bei Youtube oder im Cache von Google... oder einfach nur als Kopie auf irgendeiner armen Videokassette, die das Schicksal eines wahrlich Unbedarften bannt. Und was, wenn Ray das nicht will?
R.R. ist Kandidat bei Deutschland sucht den Superstar. R ist nervös, sein Puls rast, als er zum "Vorsingen" geladen wird. Die "Perfekte Welle" von Juli gerät ihm zum Fiasko: Schon vorher neckt ihn Deutschlands erster Dieter, ob er denn kollabiere. Vorher nicht, nach dem Urteil der Jury (bzw. nach Bohlens Sprüchen, die er vorher noch cool fand) schon. Allerdings mag man sich nach der Performance fragen, ob Dieter diesmal nicht Recht hatte.
Jedenfalls ist R.R. nun medienkundig, bekannt, gebranntmarkt nach allen Regeln des Internet. Seinen Auftritt wird man bei Youtube noch einige Zeit lang verfolgen können. Vielleicht auch Dieter B's Replik bei Beckmann. Die Zuschauer, befragt auf der Straße, waren jedenfalls einhellig der Meinung: Selbst Schuld. Wer sich in die Höhle des Löwen, also in die Medien, traut, der muss sich auch seiner Haut erwehren - oder Federn lassen nach allen Regeln der Kunst.
Ergebnis: Beckmann bringt es auf den Punkt wenn er fragt: "Wenn der sich bewerben will, da googelt man doch seinen Namen." Ja, vielleicht. Und dann wird eine kindliche Naivität offenbar, vor der man ihn besser geschützt hätte. Oder anders: Vor der manche andere Sender vielleicht Respekt gehabt hätten. Zu Deutsch: Bei RTL ist Quote wichtiger als Menschenwürde, sonst hätte man vielleicht den Zusammenbruch von R.R. genauso respektvoll geschnitten wie schwere Verletzungen beim Fußball.
Ach nein, Sie haben Recht: Wer um alles in der Welt in's Fernsehen will, ist selber Schuld. Oder?
Der Tragödie erster und zweiter Teil unter http://www.youtube.com/watch?v=dfX5WkQoXYI
Zum Thema auch:
- Nichtschwimmer im Atlantik in der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung: "Öffentliche Demütigung und Telefonterror: Anders als der RTL-Super-Nachtreter Dieter Bohlen glaubt, verstehen seine Opfer kein bisschen, worauf sie sich einlassen."
- Deutschland schützt die Superstars in der Online-Ausgabe der taz
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- Den niederen Instinkten in der Online-Ausgabe der Zeit
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- Deutschland sucht den Supernarren in der Online-Ausgabe der FAZ
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- "DSDS ist eine Seifenoper, die aus den Träumen ihrer Darsteller wahlweise prächtige Sträuße oder Friedhofskränze flicht." in der Online-Ausgabe der Welt
- Dieter Bohlen als Cortison des Musikbuisness in der Online-Ausgabe der Welt
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