So viel Aktionismus bei der ARD ist man gar nicht gewohnt: Die ARD
klagt gegen die letzte Gebührenerhöhung, die Tagesschau bekommt ein
neues Design, die Sprecher lesen nun im Stehen und die Politmagazine
werden gekürzt.
Aha - wer das große Konzept sieht, möge Bescheid sagen.
Die Klage gegen die letzte Gebührenerhöhung in Karlsruhe dürfte dem Zuschauer und damit dem Zahler nicht zu vermitteln sein, schließlich ist es der ARD zu wenig. Kommunikativ ist dies dann auch sehr schwierig zu vermitteln, nachdem kürzlich erst EPD den Prductplacement Skandal bei Marienhof aufgedeckt hat. Da bleibt der Eindruck mit dem bitteren Beigeschmack (Achtung Ironie): Da muss wohl der Wegfall des Product-Placements wettgemacht werden.
Die Kürzung der Polit-Magazine ist dann auch kaum zu verstehen. Ziel ist es, die Tagesthemen 15 Minuten auf 22:15 Uhr vorzuziehen. Der News-Junkie klatscht begeistert in die Hände, kann er doch nun nahtlos vom Heute-Journal zu den Tagesthemen übergehen.
Ansonsten sind Politmagazine anscheinend für die ARD zu schlecht "international vermarktbar" und machen zu wenig Quote.
Wenn der Zuschauer dann aber den Unterschied zwischen der ARD und RTL, Sat1, Pro 7 etc. nur noch an den zusätzlichen Werbeblocks erkennt, läuft da etwas schief.
Und immer nur das Argument anzuführen, dass die Öffentlich Rechtlichen ein qualitativ gutes Programm machen (auf 3sat, Arte, Phönix, den Kulturkanälen etc.) - ja das stimmt und dafür sind wir froh und dankbar, aber das gehört auch ins normale Hauptprogramm!
Informationen zum Artikel