Die Didacta ist eine der größten Bildungsmessen in Europa. 2007 hat sie wieder einmal Station in Köln gemacht. Über 700 Anbieter stellten sich dem Publikum, knapp 100.000 Menschen besuchten in diesem Jahr die didacta.
Nachdem wir zuletzt über unsere Jobs als Aussteller mit Projekten auf der didacta vertreten waren, blickte reticon in diesem Jahr einzig durch die Besucherbrille.
Kaum betritt man die Messe, werden zuerst einmal alle Vorurteile bestätigt, die man gegen Bildung, Lehrer und die ganze Szene haben kann.
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Schwerbeladene Menschen, die Altpapier in Trolleys hinter sich herziehen. An jeder zweiten Ecke haben die PR-Strategen der Messe-Stände die neuesten Methoden herausgearbeitet, um auf sich aufmerksam zu machen: Kuli, Karten, Hefte, Blöcke und Tassen: Hätten wir morgens nicht in den Kalender geschaut, man hätte uns nicht nach dem Jahr fragen dürfen.
Die ganz schlauen Händler sind die, die Trolleys auf der Didacta verkaufen - ganz unpädagogisch, aber sicherlich ein gutes Geschäft.
Die oberflächliche Polemik ändert sich dann auch nicht, wenn man etwas näher auf die Inhalte schaut. Da blubbern an vielen Stellen die gleichen Blasen wie seit eh und je: Lebenslanges Lernen, Neue Medien, individuelle Förderung - die "Trends". Na dann - auf der anderen Seite, womit soll sich Bildung auch ansonsten auseinandersetzen?
Und wir wollen damit natürlich auch nicht alles ironisch schlechtreden, was sich auf der didacta präsentierte. Jenseits des Mainstreams gibt es immer wieder spannende Projekte und Ideen.
Die Messe insgesamt ist deutlich auf den (Vor-)Schulmarkt ausgerichtet, es gibt zwar Bereiche für Weiterbildung und Hochschulen, diese sind jedoch im Vergleich deutlich geringer ausgeprägt.
Für reticon haben Ralf Kellershohn und Martin Ragg diese Impressionen für Sie zusammengestellt.
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