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Bild: rolve/sxc

Deutsche wechseln Passwörter zu selten

28.06.2010, (RK)

41 Prozent der Bundesbürger verändern aus eigener Initiative niemals ihre Zugangcodes für Online-Konten, E-Mail-Postfächer, Auktionsplattformen, PC oder Handy. Nur jeder Sechste ändert seine wichtigsten Geheimzahlen und Passwörter wenigstens einmal im Quartal. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Technik-Branchenverbandes BITKOM.

Jeder Zwölfte (8 Prozent) ändere seine Zugangscodes nur alle paar Jahre, jeder Neunte (11 Prozent) immerhin einmal alle 12 Monate. Sechs Prozent wechseln im Schnitt halbjährlich ihre Kennwörter, neun Prozent quartalsweise, 7 Prozent monatlich, jeder hundertste gar wöchentlich.

Passwörter alle drei Monate ändern
Frauen ändern nach eigenen Angaben ihre wichtigsten Kennwörter noch seltener als Männer: 45 Prozent tun dies nie (Männer: 38 Prozent), nur 12 Prozent mindestens einmal im Quartal (Männer: 24 Prozent). Sensibilisiert sind Jugendliche und junge Erwachsene bis 29 Jahre: Gut jeder Vierte (27 Prozent) aus dieser Altersgruppe ändert seine wichtigsten Kennwörter mindestens quartalsweise. Bei den Senioren über 60 Jahren sind es nur rund 4 Prozent.

„Die meisten Menschen ändern ihre Passwörter zu selten, oft aus Arglosigkeit oder weil sie befürchten, sie zu vergessen“, erklärt Dieter Kempf vom BITKOM-Präsidium. Dies erleichtere Online-Kriminellen jedoch die Arbeit. Die wichtigsten Passwörter sollten alle drei Monate geändert werden.

Unternehmen sind gefordert
„Private Nutzer und Unternehmen sind gleichermaßen gefordert“, betonte Kempf und forderte Unternehmen auf, die PCs ihrer Mitarbeiter so einstellen, dass Kennwörter regelmäßig geändert werden müssen. Zudem sollte es Vorgaben zur Mindestlänge und dem Schwierigkeitsgrad des Passwortes geben, so das Vorstandsmitglied. Passwörter wie „1234“ oder der eigene Vorname könnten leicht ausgehebelt werden – im Gegensatz zu einer Zusammensetzung aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.

Passwortsafes generieren sichere Codes
BITKOM empfiehlt so genannte „Passwortsafes“: Diese Programme werden entweder auf einem verschlüsselten Bereich der Festplatte gespeichert oder durch externe Speichermedien wie USB-Sticks oder Smartcards mit dem Rechner verbunden. Sie erstellen automatisch Passwörter, die sich schwerer entschlüsseln lassen. Bei Bedarf weisen sie ein neues Passwort einer speziellen Webseite zu und nutzen beim Abruf dieser Webseite automatisch das entsprechende Passwort. Außerdem werden alle Passwörter verschlüsselt gespeichert. Der Nutzer muss sich auf diese Weise nur noch ein möglichst sicheres Haupt-Passwort merken.

(Quelle: PM)

 

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