An der Universität Münster spielen derzeit im Rahmen eines Projekts 15 Schüler zweier Münsteraner Gymnasien World of Warcraft und "Das schwarze Auge". Sie werden beobachtet von Germanisten, die einen Einblick in die Welten von Computerspielen erhalten wollen.
"Im Gegenzug vermitteln die Literaturwissenschaftler den Schülern nämlich wiederum ihre Fiktionskompetenz - das Wissen über die Geschichte des Epos von der "Ilias" bis zum "Herrn der Ringe" sowie Grundkenntnisse in Erzähl- und Fiktionstheorie. Und wenn alles klappt, dann entsteht dabei zwischen Theorie und Praxis ein innovatives Wissen über Computer- und Rollenspiele, jenseits akademischer und pädagogischer Vorurteile." (Quelle: WWU Münster)
Das klingt nach einem äußerst spannenden und vor allem vorurteilsfreien Ansatz. Hinzu kommt, dass hier Wissenschaftler bereit sind, ihren Blick auf die Welt Jugendlicher durch diese selbst erweitern lassen.
Und es wird auch deutlich, dass gerade die Games Industrie von so alten Wissenschaften wie der Germanistik noch einiges lernen kann - geht es in Computerspielen nicht zuletzt auch darum, einen spannenden Plot aufzubauen, Spannung zu erzeugen und zu halten und eine Geschichte zu erzählen. Die Diskussion um Killerspiele verdrängt leider allzuoft diese Perspektive, denn in Computerspielen geht es meist nicht um's erfolgreiche Metzeln.
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