Das Internet reift allmählich zur Dame heran. Der Online-Dienst Compuserve, der eine "Parallelwelt" zum Internet aufgebaut hatte, war tatsächlich schon 30 Jahre alt. Nun hat sich die Welt der neuen Medien in den letzten Jahren rasant geändert, zuletzt gehörte Compuserver zu AOL. Der SPIEGEL formuliert es treffend:"Nach 30 Jahren knippst AOL den Online-Oldie Compuserve Classic aus."
Geht die Ära eines "Oldie" der Computerwelt zu Ende, lässt uns das doch kurz innehalten und über die Entwicklungen der neuen Medien nachdenken. Schon für meine Generation (30plus) ist es kaum vorstellbar, dass es mal eine Welt ohne Internet und Computer gab. Obwohl wir noch gar nicht damit aufgewachsen sind, bzw. einen Großteil unserer Kindheit tatsächlich ohne Internet erlebten. In den Anfangszeiten waren die neuen Möglichkeiten ja noch nicht so verbreitet und populär. Bei den meisten wird aber sicher ein Rückblick der letzten 10-15 Jahre die Erkenntnis bringen, dass Computer, Internet und auch der Mobilfunk aus unser aller Leben nicht mehr wegzudenken ist. Konrad Lischka beschreibt sehr schön die Entwicklung und Bedeutung von Compuserve, die heute den Wenigsten noch bewusst sein dürfte:
"Dabei hat der US-Anbieter zahlungskräftigen Privatkunden einst als erster Dienste angeboten, die heute alltäglich sind: E-Mail für Privatpersonen (1979), Onlinechats in Echtzeit (1980), ein Datentransfer-Protokoll (1981) und den Zugang zu Foren, Medien, Archiven und Online-Shops, lange bevor das World Wide Web standardisiert wurde."
Die "Parallel-Welt" von Compuserve Classic hat sich nicht gegen das Internet durchgesetzt, bzw. konnte sich nicht eigenständig behaupten, heute wollen alle "einfach nur ins ganz normale Web".
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"Der älteste Online-Dienst ist offline"
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