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Bundesministerium für Gesundheit und das Internet

13.06.2006, (MR)

Das Internet ist eine schöne Erfindung - manchmal haben es aber Behörden nicht so einfach. Das Bundesministerium für Gesundheit wird gerade durch die Blogwelt getrieben. Es geht um eine "Verlinkungsregel" und um das Impressum.

Angefangen hatte es vor einigen Tagen als sich die ersten Blogger über die "Verlinkungsregel" des Ministeriums äußerten. Diese Verlinkungsregel besagt, dass man durch einen Link auf die Seiten des Ministeriums zum "Vertragspartner" wird, man erhält ersteinmal netterweise eine Erlaubnis, diese ist aber "jederzeit widerrufbar". Möchte man das Logo verwenden, braucht man auf jeden Fall eine Genehmigung.

Da nicken die Internetnutzer verständnisvoll, eine Erlaubnis zum Setzen eines Links - genauso wie in der Printwelt die Angabe von Quellen "genehmigt" wird. Der Stein kommt richtig ins Rollen als der bloggende Anwalt Udo Vetter in seinem lawblog darüber berichtet und einen ironischen Brief an die Gesundheitsministerin schreibt.

Damit wird dann endgültig die Aufmerksamkeit auf die Internetseiten des Ministeriums gelenkt. So wird schnell herausgefunden, dass das Ministerium ein etwas eigenwilliges Impressum betreibt, mit nicht wirklich gültigen Angaben - zu erreichen über die Schnellnavigation mit der Tastenkombination ALT-7.
Nachdem sich das Jonet damit beschäftigte wurde das Impressum schnell gegen ein gültiges ausgetauscht.
Aber auch jetzt sieht die Webseite noch nicht wirklich schick aus. Einen direkten Impressumslink auf der ersten Seite gibt es nicht, erst unterhalb der Eben "Ministerium" taucht dieser auf.
Noch schöner wird es auf den fremdsprachigen Seiten.
Die englische Version ist offensichtlich noch im Workflow "Translation", dort findet sich lapidar:
"To the topic: weitere Informationen
Imprint - rechtliche Hinweise " (Quelle: BMG) Französische sieht dagegen gut aus, auf Spanisch, Türkisch und Italienisch fehlt es dagegen komplett.

Wir wollen aber jetzt auch nicht mäkeln, nett ist die Kommunikation, die sich an verschiedenen Stellen zu diesem Thema entwickelt - so wird das "Internet neu" erfunden.

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