Als ob studivz und schülervz nicht reichen würden, startet nun das nächste "vz-Portal". meinvz möchte die Menschen nach dem Studium "abfangen" und die Plattform für Privat und Jobkontakte bieten. Gerade die Mischung aus beidem dürfte viele nicht ansprechen - schließlich gibt es gerade auf dem Arbeitskontaktemarkt schon viel gute Konkurrenz.
Und auch im privaten Kontakte-Pflegen-Bereich gibt es jede Menge etablierter Anbieter. Ob hier das Konzept aufgeht, mit dem anscheinend Schüler und Studierende (erstaunlicherweise sehr einfach) zu ködern sind: Bilder teilen, Diskussionen anbieten, Profil hinterlegen, Kommentieren?
Die vz-Ableger sind sicher in erster Linie an noch mehr Nutzern interessiert, um dann irgendwann auch einmal richtig Geld zu verdienen - dafür braucht es jede Menge Nutzer. Nun folgt das große ABER: Es reicht nicht nur eine große Anzahl an Nutzern, diese müssen aktiv sein, es müssen sich "echte Profile" ableiten lassen können. Im studivz sind inzwischen deutlich mehr Studenten registriert als es eigentlich Studenten in unserem Land gibt. Gerade nach den Diskussionen um AGB-Änderungen hat es dann doch manch einer kapiert und sein Profil anonymisiert, eingeschränkt etc. - vielleicht ist es doch nicht so toll, wenn bei der ersten Bewerbung das Foto des letzten Gelages allzu einfach zu finden ist (gehen wir mal davon aus, dass auch die Personaler dieser Welt wissen, was studivz, facebook, xing etc. sind).
xing beispielsweise ist immer gut damit gefahren eben genau den Spagat zwischen "Privat" und "Job" nicht zu machen. Eine reine Plattform nur für Jobkontakte, keine Spielereien, thematische Diskussionsforen und ansonsten Vernetzung wohin das Auge blickt.
In der vz-Welt wird es nun allmählich enger - mit Facebook kommt jetzt ein großer Konkurrent mit deutschsprachiger Oberfläche und dank meinvz hat man sich selbst die Konkurrenz zu xing, myspace etc. aufgebaut.
Nun wird noch schnell versucht, möglichst viele Leute zu überzeugen ihr studivz-Profil mit meinvz zu verbinden. So baut man zwar sicher schnell eine zahlenmäßig große Userbasis auf - im Endeffekt ist aber alles schön durcheinander, besonders da die Verknüpfung auch nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.
Uns bleibt zu sagen - achtet auf eure private Daten, überlegt wem ihr wo was anvertraut und habt stets im Hinterkopf: Was einmal im Netz steht, vergisst das Netz nicht. Was heute lustig ist, kann in ein paar Jahren gar nicht mehr lustig sein - nur wird man es dann nicht mehr los.
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