Die private Internationale Universität Bremen (IUB) erhält aus der Schweizer Jacoby Foundation 200 Millionen Euro. In den nächsten fünf Jahren erhält die IUB jährlich 15 Millionen Euro mit der eine Profilbildung erreicht werden soll.
Nach dieser Profilbildung soll die IUB 2011 noch einmal 125 Millionen Euro erhalten.
Im Gegenzug wird die IUB ihren Namen ändern und in "Jacobs University Bremen" umbenannt.
Die Jacobs Foundation wurde durch den Kaffee wohl allen bekannten Klaus J. Jacobs 1988 in Zürich gegründet. Jacobs hatte seinen Kaffee-Konzern Jacobs-Suchard 1990 an Philipp Morris verkauft.
Nach einer Pressemitteilung der Jacobs Foundation (2001) erhielt die Foundation aus dem Verkauf eine Schenkung in einem Wert von 1,4 Milliarden Schweizer Franken.
Als gebürtiger Bremer ist Klaus Jacobs wohl seiner Heimatstadt weiter eng verbunden.
Auf der einen Seite ein wohl wirklich einmaliger Vorgang - eine Spende oder Investition in eine Hochschule in Deutschland in dieser Größenordnung hat es bisher wohl nicht gegeben.
Gleichzeitig wird damit eine Hochschule natürlich nicht "Elite" - die Größe des Bankkontos macht nicht automatisch internationale Bedeutung aus. Aber die Grundlagen für eine bedeutende Forschungseinrichtung sind natürlich unvergleichlich besser.
Schaut man gleichzeitig auf den Kreis derjenigen, denen diese Förderung zu Gute kommt wird das "Pro-Kopf-Volumen" noch eindrucksvoller. 1.000 Studierende sind momentan an der IUB eingeschrieben. Bei 102 Professoren ergibt sich ein Betreuungsverhältnis von 10 Studenten auf einen Professor, davon können viele Einrichtungen nur träumen.
Nicht unter den Tisch fallen lassen sollte man die dortigen Studiengebühren: 15.000-20.000 Euro pro Studienjahr, die allerdings mit Stipendien und Darlehen abgefedert sind.
Vielleicht wird so ein "Leuchtturm" in Norden errichtet, ganz neben der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern.
Die Presseabteilung der IUB war auch professionell am Werk und hat rechtzeitig die URLs für den neuen Universitätsnamen registriert (auch nicht immer selbstverständlich).
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