Die Auswirkungen der Umstrukturierung an deutschen Hochschulen, der sogenannte Bologna-Prozess, beginnt sich auch in den Abschlusszahlen niederzuschlagen. Die Zahl der Bachelorabschlüsse ist 2005 deutlich gestiegen im Vergleich zu 2004.
Mit dem durch den Bologna-Prozess initiierten Reformen sollen die Hochschulen in Europa und darüber hinaus "vergleichbarer" werden. Zentrale Themen sind hier die Einführungen von Credit Points und die Modularisierung innerhalb der Studiengänge, die sicherlich umstritten sind - aber auch nicht mehr aufzuhalten. Für die Universitäten liegt hier auch eine große Chance der Neuausrichtung.
Das Thema beschäftigt seit einiger (und sicher auch in der weiteren Zukunft) die gesamte Hochschullandschaft. Fast alle Studiengänge werden überarbeitet und neu ausgerichtet - sicher eine große Chance.
Mit der Änderungen innerhalb der Studiengänge werden sich auch die Abschlüsse ändern: Bachelor und Master werden das gute alte Diplom ablösen. Einen Bachelor-Abschluss wird man nach recht kurzer Studienzeit erreichen (6-8 Semester) - es handelt sich um einen berufsqualifizierenden Abschluss. Darauf aufbauen kann dann der Master.
Dass sich die Hochschullandschaft hier neu ausrichtet ist auch an den jetzt vorgelegten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu sehen.
Aber es handelt sich um einen Prozess, der noch viele Jahre andauern wird - die Gesamtquote der Bachelorabsolventen lag bei 4% aller Universitätsabschlüsse im Jahr 2005."Die Zahl der Bachelorabschlüsse stieg im Vergleich zum Vorjahr um 66% (+3 900) auf 9 800, die Zahl der Masterabschlüsse erreichte 9 200, das waren 64% oder 3 600 mehr als 2004." (Quelle: Destatis)
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