Noch bis zum 18. September 2005 läuft das Bildungsbarometer. Durchgeführt wird es vom Zentrum für empirische pädagogische Forschung (zepf) der Universität Koblenz-Landau und dem Fernsehsender 3sat. Ziel der Umfrage ist es online das Thema Bildung und die Meinung in der Bevölkerung zu erfassen. Das Bildungsbarometer wird 2005 zum vierten Mal durchgeführt.
(Update: 29. September 2005, 14:00 Uhr)
Die Umfrage des Bildungsbarometers ist eine repräsentative Erhebung - zumindest ist das das Ziel. Die Auswertung erfolgt durch die Universität Landau, die interessanterweise einzelnen Institutionen anbietet Fragen gegen finanzielle Unterstützung zu schalten. Die Umfrage selbst wird dann bei 1.000 Personen druchgeführt. Bezüglich des Punktes "Repräsentativität" haben wir aber doch Zweifel, der Begriff wird inzwischen recht inflationär benutzt - entscheidend ist hier immer, für welche Gruppe eine Umfrage denn repräsentativ ist. Das Bildungsbarometer selbst gibt hierzu an, dass die Repräsentativität anhand der Kriterien Geschlecht, Schulabschluss, Alter und Bundesland sichergestellt wird.
Die Internetseite der Umfrage selbst ist etwas "altbacken" und nicht auf dem modernsten Stand. Das ist zwar kein entscheidendes Kriterium für eine Umfrage, aber dennoch.
Noch negativ fällt auf, dass die Ergebnisse des letzten Bildungsbarometers nur gegen 10,- EUR bei einem Verlag zu bestellen ist. Und - das macht's nicht positiver, der herausgebende Verlag "VEP Verlag Empirische Pädagogik" sitzt in Landau, Vorstand ist Prof. Dr. Reinhold S. Jäger, der gleichzeitig als geschäftsführender Leiter des zepf die Umfrage durchführt. Und - sorry - wir befürworten auch weiterhin, dass Ergebnisse aus dem Forschungsbereich, die mit Hilfe von öffentlichen Mitteln schließlich (mit)finanziert werden, auch öffentlich zugänglich sein sollten.
(Update)
Wir möchten - nach einem Gespräch mit Prof. Dr. Jäger - ergänzen, dass sich das zepf zu fast 2/3 aus Drittmitteln finanziert. Und natürlich ist uns auch bewusst, dass ohne Drittmittel viele Forschungsbereiche an deutschen Universitäten nicht existieren könnten. Das Bildungsbarometer selbst ist zu 100% drittmittelfinanziert - das entschärft unsere Kritik natürlich.
(Weshalb wir trotzdem der Idee Open Access weiterhin verbunden bleiben werden.)
Das Bildungsbarometer ist eine interessante Umfrage, mehr unter www.bildungsbarometer.de
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