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Bildung: Wie mobil sind Studenten in Deutschland?

Bildung: Wie mobil sind Studenten in Deutschland?

28.01.2006, (MR)

Die KMK hat eine Studie vorgelegt, die die Mobilität von Studierenden in Deutschland in den letzten fast 25 Jahren untersucht. Auf gut 150 Seiten finden sich viele Informationen, Statistiken und Auswertungen. Grobes Fazit ist: Der deutsche Student ist sesshaft - die Nähe zur Heimat ist ihm das Wichtigste.

Das hätte man zuerst einmal nicht vermutet. Aber es sind im Schnitt nur ca. 13 Prozent, die fernab ihres Heimatbundeslandes studieren. Die überwiegende Mehrheit bleibt im eigenen Bundesland bzw. maximal im nächst angrenzenden.
"Dies entspricht den Ergebnissen einer unveröffentlichten
Studie der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) aus dem Jahr
1999, wonach die Nähe der Hochschule zum Heimatort als Grund für die Studienortwahl
noch vor den Studienbedingungen und -möglichkeiten rangiert
und Hochschulrankings als Orientierungsmarken bisher relativ bedeutungslos
sind." (Quelle: KMK)
Man kann demnach von Einzugsgebieten einer Hochschule ausgehen. Anscheinend spielt momentan das beliebte "Hochschulranking" bei den Studierenden selbst noch keine allzu große Rolle. Zuerst gilt es einen möglichst nahen Standort für das eigene Fach zu bekommen. Die KMK-Studie spricht wörtlich davon, dass eine "Abstimmung mit den Füßen" momentan nicht erkennbar sei.

Spannend wird es sicherlich sein, diese Untersuchungen in Zukunft fortzuführen. Wie werden sich Studiengebühren und beispielsweise Exzellenzinitiativen auf das "Wanderungsverhalten" auswirken. Wird hier die "Schmerzgrenze" erreicht oder bleibt Sesshaftigkeit weiterhin vorne?
Das wirft natürlich auch ein etwas anderes Licht auf die so häufig geforderte Mobilität für den Arbeitsmarkt, wenn sogar die jungen Menschen - noch ungebunden, keine Familie, die Welt steht offen - lieber zu Hause bleiben. Dass im Laufe des Studiums der große Umschwung kommt und man Reisender wird, ist bei der Mehrheit nicht anzunehmen.

Dies ist nur ein erster Einblick in die Studie, Sie bekommen die Analyse komplett und kostenlos als PDF bei der KMK. Einige Daten und Tabellen werden netterweise auch als Excel-Tabelle zur Verfügung gestellt.



 

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