Auf bildungsklick.de gibt es einen interessanten Artikel, der über die Einführung eines Rankings für Hochschulen à la PISA berichtet. Durchführen möchte das auch die OECD und im Gegensatz zu den vielen anderen Rankings soll hier wohl die "Qualität der Ausbildung" wirklich gemessen werden.
Wie immer stellt sich direkt die Frage, ob das Instrument auch das messen wird, was man zu messen gedenkt:
"Die OECD-Forscher wollen sich deshalb von vornherein auf übertragbare Fertigkeiten wie kritisches Denken und Analysefähigkeit konzentrieren, Faktenwissen steht allenfalls in wirtschaftswissenschaftlichen oder technischen Studiengängen an, wo es einen hohen Anteil an Übereinstimmungen gibt." (Quelle: bildungsklick.de)
Ein ambitioniertes Vorhaben - ob das wirklich vergleichbare Ergebnisse haben wird - darf durchaus bezweifelt werden. Aus meiner Sicht ist es schon schwierig die Qualität einer Einrichtung zu bewerten - hier spielen immer individuelle Aspekte mit hinein und der Querschnitt einer Einrichtung kann sehr von dem Niveau des einzelnen Absolventen abweichen.
Aber die Aufgabe, diese Qualität sicherzustellen verfolgt natürlich jede Hochschule, auch wenn sich diese Qualitätsanalysen vielfach erst im Aufbau befinden. Vielleicht ist ein internationaler Vergleich ein Anreiz, es besteht allerdings bei mir eher die Befürchtung, dass Journalisten und "Öffentlichkeit" einfach dem nächsten Zahlenmaterial "entgegensabbern", um mal wieder ein Ranking zu haben. Kritische Auseinandersetzung findet ja auch mit den PISA-Ergebnissen äußerst selten statt.
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