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Bildung: Die Reflexe funktionieren

Bildung: Die Reflexe funktionieren

21.08.2007, (MR)

Da bringt die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft), die sich immer wieder in die unterschiedlichsten Themen einmischt, um ihre Lobbyarbeit durchzuführen, eine "Studie" namens Bildungsmonitor auf den Markt und alle Journalisten und Politiker reagieren nett wie bei Pawlow.

Statistik klingt gut, Rankings sind immer wunderbar - das eine Land drei Plätze rauf, das nächste 4 runter, der Vergleich zum letzten Ranking. Einfach wunderbar diese Statistikwelt. Die Politiker fühlen sich entweder bestätigt in ihrer Politik oder bei schlechtem Abschneiden fühlen sie sich auch bestätigt, da das Monitoring ja nur die schlechte Arbeit der Vorgänger diagnostiziert.

Soweit alles wunderbar - da schadet es auch nicht, dass niemand hinterfragt welche Zahlen denn da zusammengerechnet werden und wie das Ranking zu Stande kommt. Dass ein Großteil der Daten, auf denen das Ranking beruht, alte Daten sind und PISA hier zum xten Mal recycelt wird, spielt keine Rolle.

Und dass die INSM ganz eigene Ziele verfolgt, kommt kaum zur Sprache. Die Journalisten scheinen sich darauf verständigt zu haben, dass es ausreicht "arbeitgebernah" in ihre Meldung reinzuschreiben und dann kann man ja normal weitermachen.

Sehr schön unkritisch gab sich z.B. vorhin der NRW "Jugendsender" EinsLive (WDR), der die INSM erst gar nicht erwähnte sondern nur das durchführende Institut. Die INSM lanciert immer wieder "Content-Projekte", nicht zuletzt um ihre "Ideale" der marktliberalen Ideen zu platzieren. "Stealth-PR" ist der netteste Begriff dafür. Das kann man der Studie zwar nicht vorwerfen doch die unkritische Übernahme sollte doch zu denken geben, aber das sind die Reflexe, die wohl immer funktionieren.

Schade ist auch, dass sie nun alle Verbände der Reihe nach zu Wort melden, um unter Beziehung auf den Bildungs-Monitor ihre Statements loszulassen. Aus Sicht der INSM sicher ein guter PR-Erfolg, für die kritische Sicht auf den Bildungs-Bereich gerade derjenigen, die auf Basis der INSM argumentieren, spricht das nicht.

Wir empfehlen daher auch einmal einen Blick in das INSM Watchblog zu werfen und empfehlen aus unserem eigenen Fundus:

Der Vollständigkeithalb, den Report erreichen Sie unter: www.insm-bildungsmonitor.de

 

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