Die Rede von Bundespräsident Köhler in der Kepler-Oberschule in Berlin-Neukölln ist freundlicherweise schon im Volltext durch das Bundespräsidialamt verfügbar. Bundespräsident Köhler geht in seiner "Bildungs-Rede" auf die Probleme und Herausforderungen in allen Bildungsbereichen ein.
Wir wollen an dieser Stelle kurz auf einzelne Aspekte der Rede eingehen, Sie finden am Ende den Link auf den Volltext der Rede.
Er spricht die Schule an, Themen wie Integration, Arbeitsmarkt und scheut sich auch nicht in die Bildungsgeschichte bis zu Kant.
Interessant wird die Rede, wenn er nach der Darstellung der Probleme (z.B. Was hat ein Schüler von einem Schulabschluss, wenn er damit doch keine Lehrstelle bekommt?) auf seine Vorstellungen von Lösungsansätzen zu sprechen kommt.
Demnach braucht Bildung Anstrengung und bedeutet Arbeit - für beide Seiten: Schüler, Lehrer und auch die Institutionen selbst. Bildung macht nicht immer Spaß und so oft uns die Werbungs es vorgaukelt: Bildungs läßt sich nicht nebenbei "konsumieren":
Und dann braucht Bildung noch "Vorbilder", um "Begeisterung" für Bildung hervorzurufen.
"Bildung braucht zweitens Anstrengung! Um etwas zu lernen - ob nun eine Mathematikformel oder ein Musikinstrument, ob Judo oder Vokabeln - braucht man Zielstrebigkeit, Übung und Ausdauer. Das macht nicht immer Spaß, aber die Mühe wird meist belohnt - mit der Freude am Erfolg." (Quelle: bundespraesident.de)
Zum Schluss seiner Rede weist Bundespräsident Köhler auf einen - wenn nicht den - entscheidenden Faktor hin: Bildung kostet Geld und Bildung sollte der Gesellschaft etwas wert sein:
Nachdem Bundespräsident Köhler in letzter Zeit häufig vorgeworfen wurde, er würde sich nicht mehr einmischen und hätte inzwischen immer weniger Gewicht, bleibt zu hoffen, dass er dem Thema Bildung mit dieser Rede wieder mehr Gewicht verleiht.
"Wenn es um Bildung geht, muss auch über Geld gesprochen werden. Das war übrigens schon zu Humboldts Zeiten so. [...]
Und was ist uns heute Bildung wert? Nur jeder zehnte Euro, den die öffentliche Hand in Deutschland ausgibt, fließt ins Bildungssystem. Bei den Ausgaben für die allgemeinbildenden Schulen liegen wir deutlich unter dem Durchschnitt der OECD-Länder, und der Abstand hat über die letzten Jahre zugenommen.
ch weiß um die schwierige Kassenlage der Länder, und ich kenne die Nöte der Haushaltspolitiker. Aber ohne ausreichende und effektive Bildungsausgaben wird der Weg zu gesunden Staatsfinanzen noch schwieriger. Deshalb müssen wir den Mut und die politische Kraft haben, anderes zugunsten der Bildung zurückzustellen." (Quelle: bundespraesident.de)
Entscheidend wird sein ob der Rest der Politik "zuhört" und schlussendlich eine grundsätzliche Bereitschaft entsteht mehr Geld in Bildung zu investieren. Wir müssen davon wegkommen nur in Hau-Ruck-Aktionen nach schlechten externen Expertisen zu reagieren (PISA, OECD etc.).
Lesen Sie die ganze Rede:
Berliner Rede von Bundespräsident Horst Köhler in der Kepler-Oberschule in Berlin-Neukölln
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