Ein fast unglaublicher Vorgang, aber er spiegelt Einiges über den Zustand der Berichterstattung zum Irak-Krieg wieder. Im Telepolis-Magazin des Heise-Verlags ist in einem Artikel ein Bild eines getöteten irakischen Jungen zu sehen. Das Bild ist - zugegebenermaßen - schrecklich und brutal.
Dass die FSM jetzt allerdings pauschal(!) fordert, dass Gewaltdarstellungen publiziert werden dürfen, ist weder mit der aktuellen Rechtslage noch sonst zu verstehen.
Es erscheint wie ein vorauseilender Gehorsam. So gibt auch das novellierte Jugendschutzgesetz es nicht her, Gewaltdarstellungen zu verbieten. Im Rahmen von Berichterstattung über Krieg kommt es eigentlich erst gar nicht zum Tragen.
Spannend in diesem Zusammenhang finde ich die Überlegungen, die im Forum auf Telepolis vertieft werden:
Ist nicht das "Zurechtschneiden" der Kriegsbilder auf schönes Bildmaterial eine Verherrlichung des Krieges. Wenn die Medien keine Opfer zeigen dürfen, dafür uns aber seit Wochen mit Interviews von ehemaligen Generälen, pensionierten Admirälen zupflastern und dabei die Logistik und Präzision dieser sogenannten Koalition aus allen erdenklichen Winkeln betrachten, ist dann dieses nicht eine Verherrlichung des Krieges?
(Und sollte dann nicht hier der Jugendschutz greifen .. ?).
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