Mehr als die Hälfte der deutschen Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren blickt skeptisch oder sogar pessimistisch in die berufliche Zukunft. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Danach ist die Stimmung unter den Jugendlichen alles andere als hoffnungsfroh: Mehr als jeder dritte Jugendliche (39 Prozent) macht sich große Sorgen darüber, keinen Ausbildungsplatz zu bekommen. 34 Prozent haben Angst davor, später in die Arbeitslosigkeit zu rutschen.
Besonders ausgeprägt scheint der Pessimismus bei Jugendlichen mit einfacher Schulbildung. Zwei Drittel der Hauptschüler blicken mit negativen Gefühlen in ihre berufliche Zukunft. Sie sehen sich selbst als die großen Verlierer im Kampf um Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Auch unter den Realschülern ist noch jeder zweite Jugendliche skeptisch, was seine Zukunftschancen betrifft. Mehr als vier Fünftel aller Jugendlichen sind der Meinung, dass Schüler mit einem Hauptschulabschluss bei der Lehrstellensuche und der anschließenden Arbeitsplatzsuche benachteiligt werdne.
Einen Mangel an Informationen zur Berufswahl beklagen die Jugendlichen nicht. Entscheidende Einflussgrößen zur Berufsorientierung sind in diesem Zusammenhang eigene Erfahrungen, etwa über Praktika, oder die Tätigkeit der Eltern. Broschüren und anderes Informationsmaterial spielen hingegen eine untergeordnete Rolle. Insgesamt ist die Berufswahl einer der wenigen Bereiche, in dem Jugendliche ihre Eltern noch um Rat fragen oder ihnen noch Kompetenz zusprechen. Freunde oder Lehrer sind als Ratgeber weniger wichtig. Immerhin nimmt das Internet unter 15 vorgegebenen Einflussgrößen den 7. Platz ein. (Quelle: Bertelsmann Stiftung)
Eine Zusammenfassung der Studie ist bei der Bertelsmann Stiftung erhältlich. Klicken Sie hier...
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