Der Bundesrat hat heute der Vorlage zu einer Erhöhung und Ausweitung des Bafögs nicht zugestimmt. Inhaltlich sind sich dabei alle weitgehend einig - nur die übliche Frage "wer zahlt's" möchte niemand für sich mit einem "Ja" beantworten.
Die Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten, so nimmt die GEW ziemlich deutlich Stellung:
"Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat kritisiert, dass sich der Bundesrat um eine Entscheidung für die Erhöhung des Bafög gedrückt hat. „So werden die Bafög-Empfänger zum ersten Opfer der Schuldenbremse. Dabei brauchen wir künftig mehr – und nicht weniger – Akademiker. Das wird nicht gelingen, wenn für Kinder aus Familien mit geringerem Einkommen kein Geld da ist, um ihnen ein Studium zu ermöglichen“, sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne am Freitag in Frankfurt a.M. mit Blick auf die Bundesratsentscheidung." (Quelle: GEW)
Richten soll es jetzt der Bildungsgipfel am 10. Juni - wollen wir hoffen, dass dann eine Entscheidung fällt ansonsten erweist sich die Kombination aus Föderalismus-Uneinigkeit und Wirtschaftskrise als fatale Bremse für den Bildungsbereich.
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