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Bachelor: Reform der Reform?

Bachelor: Reform der Reform?

04.09.2008, (MR)

Der Deutsche Hochschulverband hat sich heute in einer Pressemitteilung für eine Reform der Bologna-Reform ausgesprochen: "„Es ist verantwortungslos, die vielfältigen Probleme, die durch die Umstellung auf Bachelor- und Master-Studiengänge entstanden sind, zu verharmlosen und als "Kinderkrankheiten" zu deklarieren", erklärte der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, Professor Dr. Bernhard Kempen." (Quelle: DHV)

Der Deutsche Hochschulverband kritisiert vor allem die Spezialisierung der Studiengänge, die zu heftig ausgefallen sei und die demnach das ursprüngliche Ziel eines flexiblen und europaweiten Studiums zunichte machten.

"Von einem suggerierten Automatismus bei der Anerkennung von Studienleistungen sei man weiter entfernt als vor der Reform, da das ECTS-Kreditpunktesystem von Land zu Land unterschiedlich gehandhabt würde und Leistungen kaum noch vergleichbar seien. Zudem habe sich die Zahl der Studienabbrecher erhöht und nicht verringert. Während jeder Fünfte das Universitätsstudium nicht zu Ende führe, sei es unter den Bachelor-Studierenden jeder Vierte." (Quelle: DHV)

Die Vorschläge, die der Verband anzubieten hat, sind dann aber eher ein bunter Strauß. Das reicht von der Forderung deutlich mehr Studenten den Zugang in den Master zu ermöglichen und diesen als Regelabschluss zu haben bis dahin, dass der Titel "Diplomingenieur" erhalten bleiben solle.

"Kempen schlug vor, dass Bund und Länder gemeinsam eine Prämie für jeden Hochschulabsolventen ausloben sollten, der nach dem Studium eine studiengangsspezifische oder studiengangsnahe Erstanstellung außerhalb der Universität erhalte. Dadurch könnten Hochschulen ein noch stärkeres Interesse am Berufseinstieg ihrer Absolventen und an der Qualität der Hochschulausbildung entwickeln." (Quelle: DHV)

Noch ist es schwierig zwischen Kinderkrankheit und grundsätzlichem Fehler zu unterscheiden. An vielen Hochschulen ist die Umstellung der Studiengänge erst seit kurzem abgeschlossen, es gibt die ersten Absolventen und die Balance zwischen grundsätzlichen Änderungen und Detailanpassungen dürfte schwierig zu machen sein.

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