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Armin Maiwalds Kritik am Kinderfernsehen

Armin Maiwalds Kritik am Kinderfernsehen

15.11.2009, (MR)

Armin Maiwalds Kritik in der Frankfurter Rundschau am Kinderfernsehen im deutschen Fernsehen und vor allem im öffentlich-rechtlichen Kinderprogramm scheint wohl tiefer getroffen zu haben. So hat die ARD via ARD-Koordinator Dr. Gerhard Fuchs eigens eine Pressemitteilung herausgegeben, die Maiwald vehement widerspricht.

Die Pressemitteilung widerspricht zum einen dem Vorwurf, dass Kinderfensehen nur im Kinderkanal stattfinde - gerade am Wochenende sei dies anders:

"So hält die Behauptung, das Kinderfernsehen finde überwiegend nur mehr im Privatfernsehen statt und die Öffentlich-Rechtlichen würden 'die Kinder schlecht bedienen', einer Überprüfung anhand des Programmschemas nicht stand. Ein Blick auf das Vormittagsprogramm des Ersten am Wochenende etwa verdeutlicht, dass Das Erste auf eine große Vielfalt an Programminhalten für die jüngsten und jungen Zuschauer Wert legt und seinem Bildungs-, Informations- und Unterhaltungsauftrag gerecht wird." (Quelle: ARD)

Wahrscheinlich redet man hier geflissentlich aneinander vorbei. Das ARD-Programm weist am Wochenende Kinderprogramm zwischen 5 und 11/12 Uhr auf. Armin Maiwald fordert aber Kinderprogramm im Nachmittag und Abendprogramm, die Kinder am frühen Vormittag vor dem Fernseher zu "parken" findet er ein Unding.

Die ARD zählt dann einige (durchaus erfolgreiche) Produktionen auf, die nach "Marktanalysen" Kinder gerne in ihrem Programm schauen. Die Kritik Maiwalds bleibt aber bestehen, es gibt wenige Eigenproduktionen und "echte Spielfilme" für Kinder, die bei Kindern Interesse für Themen wecken.

Die Pressemitteilung der ARD lobt zwar Maiwald für seine Verdienste, gibt sich aber insgesamt doch recht "beleidigt", wie denn bitteschön jemand, der die Maus entwickeln durfte so "undankbar" sein kann (okay wir überspitzen etwas).

Andererseits, wenn die ARD sich bemüßigt fühlt auf Grund eines Interviews in der FR eine Pressemitteilung rauszugeben, scheint ein wunder Punkt getroffen zu sein.

Aus eigener Perspektive kann ich sagen - ich bin schon immer und auch als Erwachsener an gutem Kinderfernsehen interessiert. Da bleibe ich hänge, das schaue ich mir gerne an. In meiner Praktikumszeit im Düsseldorfer Medienzentrum gab es nichts schöneres, als sich durch gute Kinderfilme zu "arbeiten". Schaue ich heute mal Kinderkanal, ist dort selten etwas wirklich spannendes zu finden. Sicher, es gibt die Klassiker, die auch nach Jahren immer noch gut sind, es gibt interessante neue Formate - aber es gibt auch viel "Trash", wenn ich an die Zeichentrickfolgen zu Jim Knopf im KiKa denke, packt mich das Grausen.

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Sabine Müller-Gerbes