Bisher diskutiert nach dem Amoklauf in Blacksburg (Virginia) noch niemand über Computerspiele als Ursache. Das wird sicher noch kommen, erstaunlich ist die Debatte um Waffenbesitz, die wir vielleicht nur vom alten Kontinent mit ungläubigen Augen beobachten.
Die Waffenlobby in den USA ist seit jeher mächtig - doch die nur einen Tag nach dem Amoklauf aufgefahrenen "Kausalketten" erschrecken doch.
So wird als "Lösung" von Lobbyisten empfohlen, doch möglichst viele mit Waffen auszustatten. Es wird kritisiert, dass auf dem Campus ein Waffenverbot herrschte. Hätten Lehrer/Schüler eine solche besessen, wären nie so viele Opfer zu beklagen gewesen. Was dem Deutschen sein Auto scheint dem US Amerikaner der möglichst uneingeschränkte Zugang zu Waffen.
Aber wie so oft - auch hier gilt es vorsichtig zu sein, in beide Richtungen. Der problemlose Zugang zu Waffen erleichtert sicherlich derartige Amokläufe. Auslösende Ursache ist jedoch sicherlich etwas anderes, wer über genügend kriminelle Energie verfügt wird wohl immer an Waffen kommen.
Nur dass die Waffenlobby dann die grundsätzliche Bewaffnung empfiehlt - wirkt nicht nur hierzulande zynisch wie ein Blick in einige US-Blogs zeigt:
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