Vom 25. bis 29. April 2005 veranstaltet die Globale Bildungskampagne
ihre weltweite Aktionswoche, um Politiker auf der ganzen Welt an ihre
Versprechen zu erinnern, jedem Kind eine unentgeltliche und gute
Grundbildung zu ermöglichen. In Deutschland beteiligen sich tausende
Schülerinnen und Schüler an der Aktion, die unter dem Motto steht
"Schick meine Freundin, meinen Freund zur Schule!".
Gemeinsam mit Kindern in 110 Ländern werden sie lebensgroße Figuren basteln und bemalen. Diese "Papierfreunde" symbolisieren die weltweit über 100 Millionen Kinder, die nicht einmal die Grundschule
besuchen können. Auf diese "Papierfreunde" werden die Schüler ihre Hoffnungen, Wünsche und Forderungen an die Politiker schreiben und sie auffordern, mehr zu tun, damit das Millennium-Entwicklungsziel "Bildung für alle" bis zum Jahr 2015 doch noch erreicht wird.
Am 28. April wird eine Abordnung von Schülerinnen und Schülern ihre Papierfreunde an die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Frau Susanne Kastner, übergeben. Deutschland gab im Jahr 2003 nur 1,43 % Prozent seiner Entwicklungshilfe für den Bereich Grundbildung aus.
Die erste Etappe der Millenniumsziele, die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen - sowohl bei der Einschulung als auch beim Abschluss der Grundschule - bis 2005, wird in diesem Jahr leider verfehlt. Daher ist das zentrale Thema der diesjährigen Aktionswoche die Benachteiligung von Mädchen und Frauen in der Bildung - sie machen fast zwei Drittel aller Analphabeten weltweit aus.
Die Globale Bildungskampagne / Global Campaign for Education (GCE) vereint Entwicklungsorganisationen und Bildungsgewerkschaften aus über 100 Ländern, die mit Lobbyarbeit, Informationsveranstaltungen und Aktionen auf die Krise im weltweiten Bildungssektor aufmerksam machen und sich für die Erreichung des Millennium-Entwicklungsziels "Bildung für alle" bis 2015 einsetzen.
Die Träger der Globalen Bildungskampagne in Deutschland sind: Aktion Weißes Friedensband, CARE International, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Kindernothilfe, Oxfam Deutschland, Plan
International, World Vision und World University Service.
Weitere Informationen unter www.bildungskampagne.org
(Quelle: Presseportal)
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