Das von Eltern begründete Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden hat in einem Apell an den Bundestag ein Produktionsverbot von gewalthaltigen Computerspielen gefordert. Weiterhin verlangen die Aktivisten ein generelles Verbot großkalibriger Waffen für Privatpersonen sowie für Faustfeuerwaffen in privaten Haushalten.
In dem Positionspapier (PDF) wird der der ungehinderte Zugang zu gewaltrelevanten Computerspielen als Risikofaktor für Jugendliche bezeichnet, da die Spiele "die Identifikation mit dem Aggressor, die Belohnung aggressiver Handlungssequenzen wie das aktive Training bei Tötungssimulationen" zum Inhalt hätten.
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Treffsicherheit von Amokläufern durch Computerspiele?
Bei vergangenen Amokläufen habe sich gezeigt, dass die Täter "über enorme Treffsicherheit" verfügt hätten. Dies sei "auf eine jahrelange Übung mit Schusswaffen und gewaltrelevanten Computerspielen zurückzuführen".
Entsprechend fordert die Elternvereinigung nicht nur, den Vertrieb gewalthaltiger Computerspiele sondern schon die Herstellung zu verbieten. Der Gesetzgeber habe es nach dem Amoklauf am Erfurter Gutenberg Gymnasium im Jahre 2002 bereits versäumt, effektive Gesetzesänderungen auf den Weg zu bringen, so das Aktionsbündnis.
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Die Aktivisten erklären, es gelte das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit aller Menschen gegen das Recht auf freie Ausübung einer Sportart einiger dieser Menschen abzuwägen.
Hintergrund: Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden
Das "Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden! wurde im März 2009 gegründet. Es besteht aus einigen betroffenen Familien der Opfer des Amoklaufs im schwäbischen Winnenden am 11.März 2009.
Dabei hatte ein 17-jähriger Schüler in Winnenden, rund 20 Kilometer nordöstlich von Stuttgart, sowie in Wendlingen 15 Menschen ermordet. Elf Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Täter wurde nach mehrstündiger Flucht von der Polizei gestellt und erschoss sich schließlich selbst.
Im November 2009 gründeten die Aktivisten die Stiftung "Gegen Gewalt an Schulen".
Weitere Informationen
ZDF Heute-Bericht "Entsorgungsaktion gegen Killerspiele"
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