Das Aktionsbündnis "Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft" hat inzwischen 5.000 Unterzeichner der sogenannten "Göttinger Erklärung zum Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft". Die Aktion setzt sich für einen liberalen Umgang mit dem Urheberrecht und dem freien Zugang zu Information in Wissenschaft und Forschung ein.
Die 5.000 Unterschrift unter die Göttinger Erklärung kommt passend - zu einem poltisch wichtigen Augenblick: Es steht die Entscheidung um den sogenannten zweiten Korb der Änderung des Urheberrechts an.
Die 5.000ste Unterschrift wurde von der Universität des Saarlandes geleistet, deren Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel ist gleichzeitig Präsidentin der HRK. In beiden Funktionen setzt sie sich vehement gegen die geplanten Änderungen ein:
Auch wenn das natürlich etwas nach "passender Inszenierung" aussieht - die Konsequenzen der geplanten Änderungen sind für den Bereich Wissenschaft und Hochschulen immens. Eine inzwischen immer breitere Front weist darauf hin."Die Bundesregierung spielt mit ihrem Gesetzesentwurf den Interessen der kommerziellen Verwerter von Urheberrechten in die Hände. Verlierer sind nicht nur die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Urheberrechte weitgehend preisgegeben werden, sondern auch die Hochschulen, deren Arbeit unnötig erschwert wird. Deshalb unterstütze ich mit ganzem Nachdruck die Göttinger Erklärung." (Prof. Wintermantel in der PM des Aktionsbündnisses)
Fraglich ist, ob die Lobby der Hochschulen mit der Lobby der "Contentindustrie", den Verwertern von Urherberrechten mithalten kann.
Im Sinne der Transparenz: Ich habe bei diesem Thema eine eindeutige Meinung, gehöre zu den Unterzeichnern der Göttinger Erklärung - eine wirklich "neutrale" Meinung (kann) ich bei diesem Thema nicht haben, denn es betrifft uns auch auf reticon schlussendlich.
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