51 Birch Street ist ein spannender Dokumentarfilm - der zwar schon ein paar Tage alt ist, der aber inzwischen auf vielen Festivals gezeigt wurde und dessen Fernsehausstrahlung man nicht verpassen sollte.
Auf Arte läuft am kommenden Mittwoch die Wiederholung, morgens früh um 10 Uhr. Für all diejenigen, die in den Osterferien sind und die morgens unbedingt Fernseh schauen möchte. Der Rest möge de Aufzeichnung programmieren - leider gibt es 51 Birch Street nicht in der Arte Mediathek, so dass morgen früh quasi die letzte Chance ist.
51 Birch Street
Mittwoch, 20.04.2011
10 Uhr
Arte
Nachfolgend die Ankündigung von Arte:
"Was wissen erwachsene Kinder wirklich über ihre Eltern? Und wie viel wollen beziehungsweise sollten sie wissen? Für den Filmemacher Doug Block beginnt der Prozess des wirklichen Kennenlernens erst nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter ...
Sein Vater heiratet schnell erneut, das Elternhaus wird verkauft und ausgeräumt und die Familie kämpft sich durch Jahrzehnte gesammelter Erinnerungen. Februar 2002. Der Filmemacher Doug Block, Ende 40, lebt mit seiner Familie in New York. Seine Eltern wohnten noch immer auf Long Island, 40 Minuten von New York entfernt, in dem Haus, in dem Doug geboren wurde. Allen ging es gut, doch dann starb plötzlich seine Mutter, der Doug Block immer viel näher stand als dem Vater. Das ist der erste Schock. Drei Monate später ruft Dougs Vater an und verkündet, dass er seine frühere Sekretärin Kitty heiraten, das Haus auf Long Island verkaufen und nach Florida ziehen wolle. Das ist der zweite Schock. Und dann folgt der dritte: Doug und seine beiden Schwestern kehren ein letztes Mal in ihr Elternhaus zurück, um beim Ausräumen zu helfen und sich vielleicht eine Erinnerung an die Kindheit auszusuchen. Dabei wird klar, wie viel von ihrer Mutter noch immer in diesem Haus steckt: Tausende Fotos, Dias, Gedichte, Kurzgeschichten und vor allem Briefe, Karten und Tagebücher aus über 30 Jahren. Innerhalb von zwei Wochen wird Doug Blocks Elternhaus verkauft sein, alles, was einmal seiner Mutter gehörte, wird in Müllsäcken landen, und sein Vater viele Kilometer weit weg leben. 14 Tage bleiben dem Filmemacher Doug Block, um diese Fremden, die seine Eltern waren, kennenzulernen und um vielleicht mit seinem Vater Frieden zu schließen.
"51 Birch Street - Das Haus meiner Eltern" hatte seine Festivalpremiere beim Internationalen Filmfestival Toronto 2005. Der Dokumentarfilm wurde vom "Toronto Star" als "autobiografische Dokumentarfilm-Sensation" gefeiert und von "Variety" als "Triumph des Geschichtenerzählens" bezeichnet. Über 30 Festivals weltweit - von Amsterdam bis Washington, von Edinburgh bis Qatar - haben den Dokumentarfilm bisher in ihr Programm aufgenommen. Sie prägt uns, sie nervt uns und wir brauchen sie trotzdem: die Familie. Sie gilt als Lebensform im Umbruch und als Auslaufmodell. Trotz dieses Wandels ist jeder stark von familiären Beziehungen beeinflusst - von intakten genauso wie von gebrochenen. Was wissen erwachsene Kinder tatsächlich über ihre Eltern? Wie gehen Familien mit einer traumatischen Vergangenheit um? Und was ist, wenn man plötzlich Abschied nehmen muss von den Menschen, die einem am vertrautesten sind? Im Programmschwerpunkt "Familienbande" erzählt ARTE vom Unglück und Glück in der Lebensgemeinschaft Familie." (Quelle: Arte)
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