
"Die Technik perfektioniert sich bekanntlich fortlaufend, aber wie sieht es bei Kunst und Philosophie aus? Schwer zu sagen, ob die monochromen Farbflächen von Rothko einen Fortschritt gegenüber den Höhlenmalereien von Lascaux darstellen, oder ob sich das philosophische Denken von Platons bis heute verbessert hat. Lässt sich der Fortschritt überhaupt denken, ohne dem Denken einen Fortschritt zuzugestehen? Was bedeutet das zunehmende Auseinanderdriften von technischem und moralischem Fortschritt? Mit diesen und anderen Fragen setzt sich der französische Philosoph Pascal Chabot auseinander, der heute bei Raphaël Enthoven zu Gast ist. Hintergrundinformationen: Der junge Philosoph und Moderator Raphaël Enthoven zieht zusammen mit seinem Gast eine Linie von der Vergangenheit zur Gegenwart und verbindet die vermeintlich trockene Literatur der großen Philosophen mit aktuellem Zeitgeschehen. Pascal Chabot, Jahrgang 1973, studierte Philosophie an der Sorbonne-Paris I und der Freien Universität Brüssel. Seine Dissertation handelt vom französischen Philosophen Gilbert Simondon (1924-1989). Von 1997 bis 2004 war Chabot für den französischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung tätig. Er ist Autor mehrerer Bücher und zahlreicher Artikel über zeitgenössische Philosophie, Ethik, Ästhetik und Literatur. Derzeit arbeitet Chabot an einem Buch über die Choreographin Michèle Noiret, der er seit 2006 als künstlerischer Berater zur Seite steht, sowie an einem Roman. Parallel dazu dreht er mit dem französischen Filmemacher François Lagarde einen Film über Gilbert Simondon. Zu seinen Veröffentlichungen zählen La philosophie de Simondon (Vrin, 2003), Après le progrès (PUF, 2008) und Les sept stades de la philosophie (PUF, 2011). " (Quelle: Arte)
Länge: 40 Minuten
Kategorie: Gesellschaft
Friedrich Hebbel