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Mittwoch, 17.03.2010
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wissen aktuell: Die sexuelle Revolution

20:15 Uhr |  3sat

"Make love - not war: Ohne Antibabypille wäre der Slogan der Flower-Power-Hippie-Bewegung undenkbar. Dem US-Chemiker Carl Djerassi gelang es Anfang der 1950er erstmals, das Sexualhormon Gestagen künstlich herzustellen und daraus zusammen mit zwei Forscherkollegen die Pille zu entwickeln. 1960 kam die Antibabypille in den USA auf den Markt, im Juni 1961 war mit Anovlar auch in Deutschland die erste Antibabypille erhältlich. Im Nachkriegsdeutschland war sie zunächst sehr umstritten, kollidierte sie doch mit den damaligen Moralvorstellungen. Daher führte der Pharmakonzern Schering sie als Mittel zur Behebung von Menstruationsstörungen ein, sie wurde zunächst ausschließlich an verheiratete Frauen verschrieben. Doch alle Widerstände nutzten nichts. Zu groß war die Verlockung, sich endlich unbeschwert der Lust hinzugeben, ohne eine Schwangerschaft fürchten zu müssen. Aber über die Jahrzehnte hinweg stellte man auch Nachteile fest, die die hormonelle Empfängnisverhütung mit sich bringt. Ein erhöhtes Thrombose- und Krebsrisiko, Depressionen und die Gefahr von Libidoverlust gehören dazu. wissen aktuell: Die sexuelle Revolution beleuchtet die medizinischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Antibabypille in den letzten 50 Jahren. " (Quelle: 3sat)
Kategorie: Gesellschaft

              

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