
"Raphaël Eindhoven und sein Gast, die junge Philosophin Marion Richez, suchen die Antwort auf die Frage, was das absolute Glück vom absolut Bösen unterscheidet. Warum freuen wir uns eigentlich? Schwer zu sagen, denn die Welt ist voller Scheußlichkeiten: Es wird gemordet, Kinder werden vergewaltigt und ganze Völker ausgelöscht - in einem solchen Maße, dass es im Prinzip gar keinen Grund zur geben dürfte. Dennoch wäre ein Leben ohne nicht denkbar. Gerade das ist das große Paradoxon der : Häufig unerklärlich und ohne ersichtlichen Grund, entfaltet sie sich trotz oder ungeachtet der Welt. Der Welt entgegenzusetzen heißt zunächst einmal, der Welt abzuschwören, einer Welt, die uns ständig traurig macht. Clément Rosset definiert in seinem Buch La Force majeure (Die höhere Macht) zwei Arten von . Einerseits besteht sie für ihn in der flüchtigen Illusion, die Tragik der Existenz überwunden zu haben. Andererseits kann sie auch darin bestehen, die Existenz als unabdingbar tragisch zu billigen. Raphaël Eindhoven und stoßen auf Texte von Primo Levi, Hannah Arendt, Nietzsche und Albert Camus. Am Ende der philosophischen Debatte steht die freudvolle Erkenntnis: Zum Glück gehört es zum Wesen der , dass sie nicht auf die Welt angewiesen ist, da man in Momenten der von sich selbst abrückt und schließlich sogar mit einem geschärften Blick auf die Welt aus ihr hervorgeht. ARTE lädt jeden Sonntag zum Philosophieren ein. Der junge Philosoph und Moderator Raphaël Enthoven zieht eine Linie von der Vergangenheit zur Gegenwart und verbindet die vermeintlich trockene Literatur der großen Philosophen mit brandaktuellem Zeitgeschehen. Jede Woche zu einem neuen Thema. Heute: Hintergrundinformationen: In jedem Menschen steckt ein kleiner Philosoph: Deshalb lädt ARTE jeden Sonntagvormittag dazu ein, sich in Philosophie mit abstrakten und doch alltäglichen Begriffen wie Macht, Verantwortung oder der Freundschaft auseinanderzusetzen. In offenen Gesprächen reflektiert Raphaël Enthoven mit jeweils einem anderen jungen Philosophen Fragen, die die Menschen von heute beschäftigen: Wie lässt sich Macht legitimieren? Welches Verhältnis haben wir zu unserem Körper? Welchen Einfluss haben Gesichtszüge und visueller Ausdruck auf unseren Charakter? Fachjargon und trockenen Theorien haben in der Sendung keinen Platz. Raphaël Enthoven und seine Gäste machen Philosophie für jedermann. Die Basis der Diskurse bilden bekannte Fotos, Gemälde und natürlich die Theorien der Philosophen. " (Quelle: Arte)
Kategorie: Gesellschaft
Kinder werden nicht erst zu Menschen – sie sind bereits welche.
Janusz Korczak