
"Nur wenige seiner Konzertbesucher wüssten, dass er die ersten Töne seiner Konzerte seinen Fingern überlässt, sagt Keith Jarrett. Er improvisiere ohne den Kopf einzuschalten und sei von dem Beginn jedes Konzertes genauso überrascht wie sein Publikum. Das sei ein sehr intimer und individueller Moment.
"Keith Jarrett - Der amerikanische Jazzpianist im Porträt" heißt der Film von Frank Zervos und Ekkehard Wetzel über einen der wenigen Jazz-Superstars dieser Tage, den 3sat am Montag, 17. Dezember 2007, 23.50 Uhr sendet. Frank Zervos und Ekkehard Wetzel erhielten eine der sehr seltenen Gelegenheiten, den medienscheuen Jazz-Pianisten zu interviewen. Sie besuchten Keith Jarrett in seinem Privathaus in New Jersey und sprachen mit ihm über seine Karriere, seine Pläne und über sein neues Album. Der 62-jährige Musiker gehört zu den erfolgreichsten und stilprägendsten Pianisten der vergangenen vier Jahrzehnte. Mit seinen außergewöhnlichen Solokonzerten hat er für die zeitgenössische Improvisation Maßstäbe gesetzt. Jarretts "The Köln Concert" von 1975 ist das meist verkaufte Jazzalbum aller Zeiten und bedeutete für den US-amerikanischen Musiker den internationalen Durchbruch. Mitte der 1990er Jahre litt Jarrett an einer schweren Nervenerkrankung. Erst 1998 begann er wieder mit dem Klavierspiel. Das Konzert am 21. Oktober 2007 in der Alten Oper in Frankfurt, aus dem Ausschnitte zu sehen sind, war sein erstes in Deutschland seit 15 Jahren. Zeitgleich erschien im Oktober sein neues Trio-Album "My Foolish Heart", das er mit Gary Peacock und Jack DeJohnette eingespielt hat."
Kategorie: Musik
Konfuzius